{"id":176,"date":"2026-06-17T08:34:28","date_gmt":"2026-06-17T08:34:28","guid":{"rendered":"https:\/\/artworkpost.com\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/"},"modified":"2026-09-21T08:05:24","modified_gmt":"2026-09-21T08:05:24","slug":"maedchen-mit-dem-perlenohrring","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/","title":{"rendered":"Das M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring"},"content":{"rendered":"<p class=\"lead\"><strong>Das Blau im Kopftuch kommt aus Afghanistan, das Wei\u00df der Perle aus einer Bleimine in Nordengland, das Rot aus L\u00e4usen, die auf Kakteen in Mexiko leben. Das ergab 2018 die bislang gr\u00fcndlichste Untersuchung dieses Bildes. Und sie fand noch etwas: <strong>Der schwarze Hintergrund, vor dem das M\u00e4dchen seit Generationen wie aus dem Nichts aufleuchtet, war nie schwarz.<\/strong> Vermeer malte einen gr\u00fcnen Vorhang mit Falten. Die Farbe hat sich in dreieinhalb Jahrhunderten zersetzt. Die ber\u00fchmteste Leere der Kunstgeschichte ist ein Alterungsschaden.<\/strong><\/p>\n<h2>Wichtige Fakten<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>K\u00fcnstler:<\/strong> <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/artist\/johannes-vermeer\/\">Johannes Vermeer (1632\u20131675)<\/a><\/li>\n<li><strong>Originaltitel:<\/strong> keiner \u00fcberliefert; lange <em>M\u00e4dchen mit Turban<\/em> oder schlicht <em>M\u00e4dchenkopf<\/em><\/li>\n<li><strong>Datierung:<\/strong> um 1665<\/li>\n<li><strong>Technik:<\/strong> \u00d6l auf Leinwand<\/li>\n<li><strong>Ma\u00dfe:<\/strong> 44,5 \u00d7 39 cm<\/li>\n<li><strong>Gattung:<\/strong> <em>Tronie<\/em> \u2013 ein Charakterkopf, kein Portr\u00e4t<\/li>\n<li><strong>Stilrichtung:<\/strong> <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/movement\/dutch-golden-age\/\">Holl\u00e4ndisches Goldenes Zeitalter<\/a><\/li>\n<li><strong>Aktueller Standort:<\/strong> <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/museum\/mauritshuis-the-hague\/\">Mauritshuis, Den Haag<\/a> \u2013 Inv. MH670, Verm\u00e4chtnis Arnoldus des Tombe, 1902<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Was macht dieses Werk unvergesslich?<\/h2>\n<p>Das <strong>M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring<\/strong> ist kein Portr\u00e4t. Es zeigt keine bestimmte Person mit Titel oder Rang. Wir begegnen einer Figur, die \u00fcber die Schulter blickt \u2013 halb im Gehen, halb im Innehalten. Dieser fl\u00fcchtige Moment erzeugt eine Spannung, die kein anderes Gem\u00e4lde der Epoche so einf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Vermeer arbeitete in einer Gattung namens <em>Tronie<\/em>: ein Charakterkopf, bei dem Ausdruck und Kost\u00fcm wichtiger sind als die Identit\u00e4t. Tronies wurden nicht bestellt, sondern f\u00fcr den freien Markt gemalt, oft mit exotischer Kleidung \u2013 daher der Turban. <strong>Man muss die Dargestellte nicht kennen, weil es nie darum ging, wer sie ist.<\/strong><\/p>\n<p>Ihr Blick wirkt einladend und zur\u00fcckgezogen zugleich. Die leicht ge\u00f6ffneten Lippen lassen es aussehen, als w\u00fcrde sie gleich sprechen \u2013 oder als h\u00e4tte man sie mitten im Satz unterbrochen. <strong>Es ist ein Augenblick, kein Bildnis.<\/strong><\/p>\n<h2>Der Hintergrund ist nicht schwarz. Dort hing ein gr\u00fcner Vorhang<\/h2>\n<p>Das ist der wichtigste Befund der letzten Jahre zu diesem Gem\u00e4lde \u2013 und kaum jemand kennt ihn.<\/p>\n<p>Im <strong>Februar und M\u00e4rz 2018<\/strong> untersuchte ein internationales Team unter Leitung der Mauritshuis-Restauratorin <strong>Abbie Vandivere<\/strong> das Bild zwei Wochen lang, unter dem Projekttitel <em>The Girl in the Spotlight<\/em>. Das Gem\u00e4lde wurde aus dem Rahmen genommen und stand die ganze Zeit in einem gl\u00e4sernen Labor mitten im Ausstellungssaal; die Besucher konnten zusehen. Die Ergebnisse erschienen 2020 in einer Sonderausgabe der Fachzeitschrift <em>Heritage Science<\/em>.<\/p>\n<p>Das zentrale Ergebnis: <strong>Im oberen rechten Bereich zeigen die Scans diagonale Linien und Farbabweichungen, die auf gefalteten Stoff hinweisen.<\/strong> Vermeer malte keine samtene Leere, sondern einen gr\u00fcnen Vorhang. Er ist durch physikalische und chemische Ver\u00e4nderungen der durchscheinenden gr\u00fcnen Farbe im Lauf der Jahrhunderte verschwunden.<\/p>\n<p>Die weiteren Befunde:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Sie hat Wimpern.<\/strong> Mit blo\u00dfem Auge unsichtbar, aber R\u00f6ntgenfluoreszenz-Scans und Mikroskop zeigen feine, mit brauner Farbe gemalte H\u00e4rchen um beide Augen.<\/li>\n<li><strong>Der Ohrring hat keine Aufh\u00e4ngung.<\/strong> Er besteht aus wenigen durchscheinenden und deckenden Strichen Bleiwei\u00df, mit nichts verbunden \u2013 weder mit dem Ohrl\u00e4ppchen noch mit einem Haken. Eine Illusion.<\/li>\n<li><strong>Vermeer korrigierte w\u00e4hrend der Arbeit.<\/strong> Die Lage des Ohrs, der obere Rand des Kopftuchs und die Linie des Nackens wurden verschoben.<\/li>\n<li><strong>Die weiche Kontur des Gesichts ist ein Trick.<\/strong> Vermeer lie\u00df zwischen Hintergrund und Haut einen schmalen Spalt frei, statt die Fl\u00e4chen aneinandersto\u00dfen zu lassen.<\/li>\n<li><strong>Auch andere Haare<\/strong> als die Wimpern fanden die Forscher in der Malschicht \u2013 aus dem Pinsel.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Direktorin des Mauritshuis, Martine Gosselink, stellte die Ergebnisse mit einem Satz vor: <strong>\u201eSpoiler-Alarm: Nein, wer diese junge Frau war, haben wir leider nicht herausgefunden.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Es ist einer von mehreren F\u00e4llen der letzten beiden Jahrzehnte, in denen sich das, was als bewusste k\u00fcnstlerische Entscheidung galt, als Folge der Alterung herausstellte. <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/neun-dinge-ueber-beruehmte-gemaelde-die-wir-nach-dem-druck-ihres-lehrbuchs-erfahren-haben\/\">Hier sind die \u00fcbrigen<\/a>.<\/p>\n<h2>Farben aus drei Kontinenten<\/h2>\n<p>Der zweite gro\u00dfe Befund von 2018 betrifft die Herkunft der Pigmente, und er erz\u00e4hlt mehr \u00fcber das Delft des 17. Jahrhunderts als jede Geschichtsstunde.<\/p>\n<p><strong>Das Bleiwei\u00df<\/strong> \u2013 f\u00fcr die Perle, das Gesicht, den Kragen \u2013 stammt aus dem <strong>Peak District in Nordengland<\/strong>. Das lie\u00df sich an der Isotopenzusammensetzung des Bleis ablesen.<\/p>\n<p><strong>Das Blau<\/strong> im Kopftuch und in der Jacke ist nat\u00fcrliches <strong>Ultramarin<\/strong>, gewonnen aus Lapislazuli aus dem heutigen <strong>Afghanistan<\/strong>. Im 17. Jahrhundert war es <strong>kostbarer als Gold<\/strong>. \u00dcberraschend ist, wie gro\u00dfz\u00fcgig Vermeer es verwendete. Eine neue Erkenntnis: Der Stein wurde m\u00f6glicherweise vor dem Mahlen stark erhitzt, was ihn leichter zu verarbeiten machte und ein intensiveres Blau ergab.<\/p>\n<p><strong>Das Rot<\/strong> ist <strong>Karmin aus Cochenillel\u00e4usen<\/strong>, die auf Kakteen in Mexiko und Mittelamerika leben.<\/p>\n<p>Vermeer konnte all das vermutlich in Delft kaufen. <strong>Dieses kleine Bild ist ein Beleg f\u00fcr ein Welthandelsnetz<\/strong>, das die Niederlande im 17. Jahrhundert beherrschten.<\/p>\n<h2>Historischer Kontext<\/h2>\n<p>Um 1665 erlebten die Niederlande eine beispiellose Bl\u00fcte. Die Ostindien-Kompanie beherrschte den Asienhandel, und mit dem Wohlstand wuchs die Nachfrage nach Kunst. <strong>B\u00fcrgerliche Sammler \u2013 nicht K\u00f6nige oder Kardin\u00e4le \u2013 wurden zu den wichtigsten K\u00e4ufern.<\/strong> Es gab einen offenen Kunstmarkt, und Maler produzierten auf Vorrat.<\/p>\n<p>Rembrandt, dessen <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/die-nachtwache\/\"><em>Nachtwache<\/em><\/a> zwanzig Jahre zuvor in Amsterdam entstanden war, Frans Hals in Haarlem und Vermeer in Delft pr\u00e4gten eine Bildsprache, die das Allt\u00e4gliche feierte. Licht, Interieur und das stille Leben waren die gro\u00dfen Themen.<\/p>\n<p>Vermeer schuf ein sehr kleines Gesamtwerk: Rund <strong>35 Gem\u00e4lde<\/strong> werden ihm heute zugeschrieben. Dass ausgerechnet ein Tronie ohne Namen und ohne Auftraggeber zum bekanntesten davon wurde, ist eine Ironie der Rezeption.<\/p>\n<h2>Wie das Bild ins Mauritshuis kam<\/h2>\n<p>Die Geschichte ist so unwahrscheinlich, dass sie erz\u00e4hlt werden muss.<\/p>\n<p><strong>1881 wurde das Gem\u00e4lde in Den Haag versteigert<\/strong>, in schlechtem Zustand und ohne gro\u00dfes Aufsehen. Der Sammler <strong>Arnoldus Andries des Tombe<\/strong> ersteigerte es f\u00fcr <strong>zwei Gulden und drei\u00dfig Cent<\/strong> Aufgeld \u2013 den Preis eines einfachen Essens.<\/p>\n<p>Des Tombe starb 1902 und vermachte seine Sammlung dem Mauritshuis. <strong>Seitdem h\u00e4ngt das Bild dort.<\/strong><\/p>\n<p>Wie es in diesen Zustand und auf diese Auktion kam, l\u00e4sst sich nicht l\u00fcckenlos rekonstruieren. Sicher ist: Vermeer war nach seinem Tod fast zwei Jahrhunderte lang vergessen, und niemand hielt einen namenlosen M\u00e4dchenkopf f\u00fcr ein Meisterwerk.<\/p>\n<h2>Symbolik und worauf man achten sollte<\/h2>\n<p><strong>Der Hintergrund.<\/strong> Er wirkt heute v\u00f6llig leer und l\u00e4sst die Figur wie einen Gedanken aus dem Dunkel treten. Bedenken Sie: Dieser Effekt war nicht Vermeers Absicht. Urspr\u00fcnglich hing dort ein gr\u00fcner Vorhang, und der Kontrast war erheblich sanfter. Suchen Sie oben rechts nach schwachen diagonalen Spuren.<\/p>\n<p><strong>Das Licht.<\/strong> Es f\u00e4llt von links oben auf das Gesicht und erzeugt weiche \u00dcberg\u00e4nge. Diese Modellierung gibt der Haut eine fast greifbare W\u00e4rme.<\/p>\n<p><strong>Das Kopftuch.<\/strong> Ultramarin, kostbarer als Gold, gro\u00dfz\u00fcgig aufgetragen. Zusammen mit dem ockergelben Gewand bildet es einen k\u00fchnen Farbkontrast. Das herabfallende gelbe Tuchende ist fast abstrakt gemalt.<\/p>\n<p><strong>Der Ohrring.<\/strong> Gro\u00df, tropfenf\u00f6rmig, leuchtend. Er besteht aus einem Glanzlicht oben links und einer Spiegelung des wei\u00dfen Kragens unten. Dazwischen ist fast nichts. Ob er eine echte Perle darstellt oder Glas oder Zinn, wird diskutiert: Perlen dieser Gr\u00f6\u00dfe waren extrem selten. Die Untersuchung von 2018 liefert ein weiteres Argument f\u00fcr die Illusion \u2013 es gibt keine Aufh\u00e4ngung.<\/p>\n<p><strong>Die Lippen.<\/strong> Leicht ge\u00f6ffnet, mit einem kleinen Glanzlicht im Mundwinkel. Sie geben dem Bild seine Dynamik.<\/p>\n<p><strong>Die Augen.<\/strong> Mit einem Glanzpunkt in jedem. Und \u2013 jetzt wissen wir es \u2013 mit Wimpern.<\/p>\n<h2>\u00dcber Johannes Vermeer<\/h2>\n<p>Johannes Vermeer wurde 1632 in Delft geboren und starb dort im Dezember 1675, <strong>nur 43 Jahre alt, hoch verschuldet<\/strong>. Er hinterlie\u00df elf Kinder. Seine Witwe musste Bilder als Sicherheit f\u00fcr Schulden abgeben.<\/p>\n<p>Zu Lebzeiten war er vor allem in Delft bekannt, Mitglied und zeitweise Vorsteher der Lukasgilde, und arbeitete nebenbei als Kunsth\u00e4ndler. Er malte langsam, vielleicht zwei oder drei Bilder im Jahr.<\/p>\n<p>Ob er eine Camera obscura als Hilfsmittel nutzte, ist bis heute Gegenstand von Debatten. Bewiesen ist es nicht, doch manche optischen Effekte in seinen Bildern \u2013 unscharfe Lichtpunkte, verzerrte Vordergr\u00fcnde \u2013 sprechen daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Nach seinem Tod geriet sein Werk fast zwei Jahrhunderte lang in Vergessenheit. Erst der franz\u00f6sische Kritiker <strong>Th\u00e9ophile Thor\u00e9-B\u00fcrger<\/strong> machte ihn in den 1860er Jahren wieder bekannt und nannte ihn die \u201eSphinx von Delft&#8220;.<\/p>\n<h2>Verm\u00e4chtnis und Einfluss<\/h2>\n<p>1999 inspirierte das Bild Tracy Chevalier zu ihrem gleichnamigen Roman, der 2003 mit Scarlett Johansson und Colin Firth verfilmt wurde. Beide machten Vermeer einem weltweiten Publikum bekannt, das vorher nie von ihm geh\u00f6rt hatte. <strong>Der Roman ist erfunden<\/strong> \u2013 die Magd Griet hat es nie gegeben.<\/p>\n<p>Wegen seines r\u00e4tselhaften Ausdrucks hei\u00dft das Bild oft die \u201eMona Lisa des Nordens&#8220;. Der Vergleich mit Leonardos <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/mona-lisa\/\">Mona Lisa<\/a> hat einen Haken: Deren Modell ist seit 2005 durch ein Dokument aus Heidelberg identifiziert. Dieses nie.<\/p>\n<p><strong>Das Bild verl\u00e4sst das Mauritshuis nicht mehr.<\/strong> W\u00e4hrend der Renovierung des Museums ging es 2012 bis 2014 auf Welttournee durch Japan, die USA und Italien. Danach beschloss das Museum, es nicht mehr auszuleihen. Die einzige Ausnahme war 2023 die bislang gr\u00f6\u00dfte Vermeer-Ausstellung im Amsterdamer Rijksmuseum \u2013 und auch dort nur f\u00fcr die ersten Wochen, bis Ende M\u00e4rz.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seiner Abwesenheit h\u00e4ngte das Mauritshuis von Besuchern eingereichte Nachsch\u00f6pfungen an seinen Platz. Darunter war ein mit KI erzeugtes Bild, das eine heftige Debatte dar\u00fcber ausl\u00f6ste, ob ein Museum so etwas zeigen sollte.<\/p>\n<h2>Und in Deutschland?<\/h2>\n<p>In Deutschland h\u00e4ngen mehr Vermeers als in fast jedem anderen Land \u2013 <strong>sechs von rund 35<\/strong>, etwa ein Sechstel seines gesamten Werks.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Dresden, Gem\u00e4ldegalerie Alte Meister:<\/strong> <em>Brieflesendes M\u00e4dchen am offenen Fenster<\/em> (um 1657\u20131659) und <em>Bei der Kupplerin<\/em> (1656), Vermeers erstes Genrebild, mit 143 \u00d7 130 cm eines seiner gr\u00f6\u00dften.<\/li>\n<li><strong>Berlin, Gem\u00e4ldegalerie:<\/strong> <em>Das Glas Wein<\/em> und die <em>Junge Dame mit Perlenhalsband<\/em> (um 1662\u20131665) \u2013 dieselben Perlen, dieselbe Zeit.<\/li>\n<li><strong>Frankfurt, St\u00e4del:<\/strong> <em>Der Geograph<\/em> (1669).<\/li>\n<li><strong>Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum:<\/strong> <em>Das M\u00e4dchen mit dem Weinglas<\/em> (um 1658).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Und Dresden hat die Geschichte, die das M\u00e4dchen spiegelt.<\/strong> Das <em>Brieflesende M\u00e4dchen<\/em> hing seit 1742 in Dresden, gekauft in Paris f\u00fcr den s\u00e4chsischen Kurf\u00fcrsten Friedrich August II. \u2013 eine junge Frau im Profil vor einer hellen, leeren Wand. Zwischen 2017 und 2021 wurde das Bild restauriert. <strong>Unter der leeren Wand kam ein gro\u00dfes Bild im Bild zum Vorschein: ein Amor<\/strong>, der den Betrachter direkt ansieht.<\/p>\n<p>\u00dcbermalt hatte ihn nicht Vermeer, sondern jemand anderes, Jahrzehnte nach seinem Tod. Seit September 2021 ist das Bild zum ersten Mal seit \u00fcber zweihundertf\u00fcnfzig Jahren so zu sehen, wie es Vermeers Atelier verlie\u00df.<\/p>\n<p><strong>Zweimal hielt man bei Vermeer eine leere Fl\u00e4che f\u00fcr eine k\u00fcnstlerische Entscheidung. In Den Haag war es verblasste Farbe, in Dresden eine fremde Hand.<\/strong><\/p>\n<p>Wer alle sechs sehen will, braucht drei Tage und vier St\u00e4dte. Einfacher: die Berliner Gem\u00e4ldegalerie am Kulturforum, wo zwei nebeneinander h\u00e4ngen, oder Dresden mit dem wiederhergestellten Amor.<\/p>\n<h2>Wo ist das Werk heute zu sehen?<\/h2>\n<p>Das <strong>M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring<\/strong> h\u00e4ngt dauerhaft im <strong>Mauritshuis<\/strong>, Plein 29, Den Haag, einem Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert direkt neben dem Parlament. Der Bahnhof Den Haag Centraal liegt zehn Gehminuten entfernt.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Das Bild wird nicht mehr ausgeliehen.<\/strong> Wer es sehen will, muss nach Den Haag.<\/li>\n<li><strong>Kaufen Sie Tickets online mit Zeitfenster<\/strong>, besonders von April bis Oktober und an Wochenenden.<\/li>\n<li><strong>Kommen Sie zur \u00d6ffnung oder am sp\u00e4ten Nachmittag.<\/strong> Vor dem Bild bildet sich tags\u00fcber eine Traube.<\/li>\n<li><strong>Es ist klein<\/strong> \u2013 44,5 \u00d7 39 Zentimeter. Gehen Sie nah heran und suchen Sie die diagonalen Spuren des Vorhangs oben rechts.<\/li>\n<li>Das Museum ist kompakt und au\u00dfergew\u00f6hnlich: Vermeers <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/ansicht-von-delft\/\"><em>Ansicht von Delft<\/em><\/a>, Rembrandts <em>Anatomie des Dr. Tulp<\/em> und <em>Der Distelfink<\/em> von Carel Fabritius, Rembrandts Sch\u00fcler, der 1654 bei der Pulverexplosion von Delft ums Leben kam. Planen Sie zwei bis drei Stunden ein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und Delft ist eine Viertelstunde mit der Stra\u00dfenbahn entfernt. Das Vermeer Centrum dort hat keine Originale, aber die Stadt ist die, die er malte.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2>\n<h3>Wer ist das M\u00e4dchen?<\/h3>\n<p>Das ist unbekannt. Vermutungen reichen von Vermeers \u00e4ltester Tochter Maria bis zu einer Angeh\u00f6rigen seines G\u00f6nners Pieter van Ruijven, keine ist belegt. Da es sich um ein <em>Tronie<\/em> handelt \u2013 einen Charakterkopf f\u00fcr den freien Markt \u2013, war die Identit\u00e4t wahrscheinlich nie wichtig.<\/p>\n<h3>Ist der Hintergrund wirklich schwarz?<\/h3>\n<p>Nein. Die Untersuchung von 2018 zeigte, dass Vermeer einen gr\u00fcnen Vorhang mit Falten malte. Die durchscheinende gr\u00fcne Farbe hat sich im Lauf der Jahrhunderte zersetzt und die Fl\u00e4che fast schwarz werden lassen.<\/p>\n<h3>Woher stammen die Farben?<\/h3>\n<p>Das Bleiwei\u00df aus dem Peak District in England, das Ultramarin aus Lapislazuli aus dem heutigen Afghanistan \u2013 damals kostbarer als Gold \u2013, das Rot aus Cochenillel\u00e4usen aus Mexiko und Mittelamerika.<\/p>\n<h3>Ist der Ohrring eine echte Perle?<\/h3>\n<p>Das ist umstritten; Perlen dieser Gr\u00f6\u00dfe waren extrem selten, m\u00f6glicherweise ist Glas oder poliertes Zinn gemeint. Gemalt ist er aus wenigen Strichen Bleiwei\u00df ohne jede Aufh\u00e4ngung \u2013 eine reine Illusion.<\/p>\n<h3>Warum hei\u00dft das Bild \u201eMona Lisa des Nordens&#8220;?<\/h3>\n<p>Wegen des r\u00e4tselhaften Ausdrucks und der Mehrdeutigkeit des Blicks. Mit einem Unterschied: Die Identit\u00e4t der Mona Lisa ist seit 2005 gekl\u00e4rt, die dieses M\u00e4dchens nicht.<\/p>\n<h3>Wann bekam das Bild seinen heutigen Namen?<\/h3>\n<p>Lange hie\u00df es <em>M\u00e4dchen mit Turban<\/em> oder schlicht <em>M\u00e4dchenkopf<\/em>. Der heutige Titel setzte sich erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts durch, endg\u00fcltig mit Roman und Film.<\/p>\n<h3>Wie viel wurde f\u00fcr das Bild bezahlt?<\/h3>\n<p>1881 ersteigerte es der Sammler Arnoldus des Tombe in Den Haag f\u00fcr zwei Gulden und drei\u00dfig Cent. Er vermachte es 1902 dem Mauritshuis.<\/p>\n<h3>Wird es ausgeliehen?<\/h3>\n<p>Nein. Seit der Welttournee von 2012 bis 2014 verl\u00e4sst es das Museum nicht mehr. Die einzige Ausnahme waren einige Wochen der gro\u00dfen Vermeer-Ausstellung in Amsterdam 2023.<\/p>\n<h3>Gibt es Vermeer in Deutschland?<\/h3>\n<p>Ja, sechs Gem\u00e4lde: zwei in Dresden, zwei in Berlin, eines im Frankfurter St\u00e4del und eines in Braunschweig. Das ist etwa ein Sechstel seines bekannten Werks.<\/p>\n<h3>Wie gro\u00df ist das Gem\u00e4lde?<\/h3>\n<p>44,5 \u00d7 39 Zentimeter. Erstaunlich klein.<\/p>\n<p>Hat Sie das <strong>M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring<\/strong> fasziniert? Dann entdecken Sie <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/das-milchmaedchen\/\"><em>Das Milchm\u00e4dchen<\/em><\/a> desselben K\u00fcnstlers \u2013 das andere Vermeer-Bild, das jeder kennt, und das einzige, in dem jemand arbeitet \u2013 oder Rembrandts <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/die-nachtwache\/\"><em>Nachtwache<\/em><\/a>, gemalt zwanzig Jahre fr\u00fcher im selben Land und das genaue Gegenteil: L\u00e4rm, Bewegung, achtzehn zahlende M\u00e4nner.<\/p>\n<p class=\"image-attribution\" style=\"font-size:0.85em;color:#666;\"><em>Bild: M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring \u2013 Johannes Vermeer (um 1665), Mauritshuis, Den Haag, MH670. Lizenz: Public Domain. Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia Commons<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Blau im Kopftuch kommt aus Afghanistan, das Wei\u00df der Perle aus einer Bleimine in Nordengland, das Rot aus L\u00e4usen, die auf Kakteen in Mexiko leben. Das ergab 2018 die bislang gr\u00fcndlichste Untersuchung dieses Bildes. Und sie fand noch etwas: Der schwarze Hintergrund, vor dem das M\u00e4dchen seit Generationen wie aus dem Nichts aufleuchtet, war&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":67,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[458],"tags":[774,771,769,767,768,770,775,466,773,772],"artist":[764],"movement":[765],"museum":[766],"class_list":["post-176","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gemaelde","tag-barock","tag-den-haag","tag-hollaendisches-goldenes-zeitalter","tag-johannes-vermeer","tag-maedchen-mit-dem-perlenohrring","tag-mauritshuis","tag-niederlaendische-kunst","tag-oelgemaelde","tag-portraet","tag-tronie","artist-johannes-vermeer","movement-dutch-golden-age","museum-mauritshuis-the-hague"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring \u2013 Johannes Vermeer<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Der schwarze Hintergrund war ein gr\u00fcner Vorhang, das Blau kam aus Afghanistan, das Bild kostete 1881 zwei Gulden. Was die Untersuchung von 2018 \u00fcber Vermeers M\u00e4dchen herausfand.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring \u2013 Johannes Vermeer\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der schwarze Hintergrund war ein gr\u00fcner Vorhang, das Blau kam aus Afghanistan, das Bild kostete 1881 zwei Gulden. Was die Untersuchung von 2018 \u00fcber Vermeers M\u00e4dchen herausfand.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"ArtworkPost.com\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-06-17T08:34:28+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-09-21T08:05:24+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/artworkpost.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1688\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"2000\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Dominik Szobak\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Dominik Szobak\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"10\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Dominik Szobak\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/cf4721735d50e57ff6d420aa01cdb37f\"},\"headline\":\"Das M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring\",\"datePublished\":\"2026-06-17T08:34:28+00:00\",\"dateModified\":\"2026-09-21T08:05:24+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/\"},\"wordCount\":2314,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/06\\\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg\",\"keywords\":[\"Barock\",\"Den Haag\",\"Holl\u00e4ndisches Goldenes Zeitalter\",\"Johannes Vermeer\",\"M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring\",\"Mauritshuis\",\"Niederl\u00e4ndische Kunst\",\"\u00d6lgem\u00e4lde\",\"Portr\u00e4t\",\"Tronie\"],\"articleSection\":[\"Gem\u00e4lde\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/\",\"name\":\"M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring \u2013 Johannes Vermeer\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/06\\\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg\",\"datePublished\":\"2026-06-17T08:34:28+00:00\",\"dateModified\":\"2026-09-21T08:05:24+00:00\",\"description\":\"Der schwarze Hintergrund war ein gr\u00fcner Vorhang, das Blau kam aus Afghanistan, das Bild kostete 1881 zwei Gulden. Was die Untersuchung von 2018 \u00fcber Vermeers M\u00e4dchen herausfand.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/06\\\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/06\\\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg\",\"width\":1688,\"height\":2000,\"caption\":\"Girl with a Pearl Earring by Johannes Vermeer, 1665\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Das M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/\",\"name\":\"ArtworkPost\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/#organization\",\"name\":\"ArtworkPost\",\"url\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/07\\\/artworkpost-logo@2x-1.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/07\\\/artworkpost-logo@2x-1.png\",\"width\":1969,\"height\":240,\"caption\":\"ArtworkPost\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/cf4721735d50e57ff6d420aa01cdb37f\",\"name\":\"Dominik Szobak\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/feb47c4b842fc4af3eddca38e0c4207193c815672cdef9dcb71cb417434bfb95?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/feb47c4b842fc4af3eddca38e0c4207193c815672cdef9dcb71cb417434bfb95?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/feb47c4b842fc4af3eddca38e0c4207193c815672cdef9dcb71cb417434bfb95?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Dominik Szobak\"},\"description\":\"Dominik Szobak is the founder and writer behind ArtworkPost. He started the site out of a simple conviction: that the world's most famous artworks are far more fascinating once you know the stories behind them. He digs into the history, symbolism, and small details that most people walk right past, and enjoys making art history approachable for anyone curious enough to look closer.\",\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/artworkpost.com\\\/de\\\/author\\\/dominik-szobak\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring \u2013 Johannes Vermeer","description":"Der schwarze Hintergrund war ein gr\u00fcner Vorhang, das Blau kam aus Afghanistan, das Bild kostete 1881 zwei Gulden. Was die Untersuchung von 2018 \u00fcber Vermeers M\u00e4dchen herausfand.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring \u2013 Johannes Vermeer","og_description":"Der schwarze Hintergrund war ein gr\u00fcner Vorhang, das Blau kam aus Afghanistan, das Bild kostete 1881 zwei Gulden. Was die Untersuchung von 2018 \u00fcber Vermeers M\u00e4dchen herausfand.","og_url":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/","og_site_name":"ArtworkPost.com","article_published_time":"2026-06-17T08:34:28+00:00","article_modified_time":"2026-09-21T08:05:24+00:00","og_image":[{"width":1688,"height":2000,"url":"https:\/\/artworkpost.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Dominik Szobak","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Dominik Szobak","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"10\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/"},"author":{"name":"Dominik Szobak","@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/#\/schema\/person\/cf4721735d50e57ff6d420aa01cdb37f"},"headline":"Das M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring","datePublished":"2026-06-17T08:34:28+00:00","dateModified":"2026-09-21T08:05:24+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/"},"wordCount":2314,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/artworkpost.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg","keywords":["Barock","Den Haag","Holl\u00e4ndisches Goldenes Zeitalter","Johannes Vermeer","M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring","Mauritshuis","Niederl\u00e4ndische Kunst","\u00d6lgem\u00e4lde","Portr\u00e4t","Tronie"],"articleSection":["Gem\u00e4lde"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/","url":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/","name":"M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring \u2013 Johannes Vermeer","isPartOf":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/artworkpost.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg","datePublished":"2026-06-17T08:34:28+00:00","dateModified":"2026-09-21T08:05:24+00:00","description":"Der schwarze Hintergrund war ein gr\u00fcner Vorhang, das Blau kam aus Afghanistan, das Bild kostete 1881 zwei Gulden. Was die Untersuchung von 2018 \u00fcber Vermeers M\u00e4dchen herausfand.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/#primaryimage","url":"https:\/\/artworkpost.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg","contentUrl":"https:\/\/artworkpost.com\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/3840px-1665_Girl_with_a_Pearl_Earring.jpg","width":1688,"height":2000,"caption":"Girl with a Pearl Earring by Johannes Vermeer, 1665"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/maedchen-mit-dem-perlenohrring\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das M\u00e4dchen mit dem Perlenohrring"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/#website","url":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/","name":"ArtworkPost","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/#organization","name":"ArtworkPost","url":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/artworkpost.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/artworkpost-logo@2x-1.png","contentUrl":"https:\/\/artworkpost.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/artworkpost-logo@2x-1.png","width":1969,"height":240,"caption":"ArtworkPost"},"image":{"@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/#\/schema\/person\/cf4721735d50e57ff6d420aa01cdb37f","name":"Dominik Szobak","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/feb47c4b842fc4af3eddca38e0c4207193c815672cdef9dcb71cb417434bfb95?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/feb47c4b842fc4af3eddca38e0c4207193c815672cdef9dcb71cb417434bfb95?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/feb47c4b842fc4af3eddca38e0c4207193c815672cdef9dcb71cb417434bfb95?s=96&d=mm&r=g","caption":"Dominik Szobak"},"description":"Dominik Szobak is the founder and writer behind ArtworkPost. He started the site out of a simple conviction: that the world's most famous artworks are far more fascinating once you know the stories behind them. He digs into the history, symbolism, and small details that most people walk right past, and enjoys making art history approachable for anyone curious enough to look closer.","sameAs":["https:\/\/artworkpost.com"],"url":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/author\/dominik-szobak\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=176"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2421,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176\/revisions\/2421"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=176"},{"taxonomy":"artist","embeddable":true,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/artist?post=176"},{"taxonomy":"movement","embeddable":true,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/movement?post=176"},{"taxonomy":"museum","embeddable":true,"href":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/museum?post=176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}