{"id":224,"date":"2026-06-21T12:28:17","date_gmt":"2026-06-21T12:28:17","guid":{"rendered":"https:\/\/artworkpost.com\/der-kuss\/"},"modified":"2026-09-21T10:51:12","modified_gmt":"2026-09-21T10:51:12","slug":"der-kuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/artworkpost.com\/de\/der-kuss\/","title":{"rendered":"Der Kuss \u2013 Gustav Klimt: Bedeutung, Gold &#038; Geschichte"},"content":{"rendered":"<p class=\"lead\"><strong>Der \u00f6sterreichische Staat kaufte Den Kuss, bevor Gustav Klimt ihn \u00fcberhaupt fertig gemalt hatte. Schon 1908 \u2013 noch w\u00e4hrend der Wiener Kunstschau \u2013 sicherte sich das Kunstministerium das Bild f\u00fcr sagenhafte 25.000 Kronen, weil man es f\u00fcr national bedeutsam hielt. Vollendet hat Klimt sein goldenes Meisterwerk erst im Jahr darauf. Heute gilt Der Kuss als eines der ber\u00fchmtesten Gem\u00e4lde der Welt \u2013 und als H\u00f6hepunkt von Klimts \u201eGoldener Periode&#8220;.<\/strong><\/p>\n<h2>Wichtige Fakten<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>K\u00fcnstler:<\/strong> <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/artist\/gustav-klimt\/\">Gustav Klimt<\/a><\/li>\n<li><strong>Entstehung:<\/strong> 1907\u20131908, vollendet 1909<\/li>\n<li><strong>Technik:<\/strong> \u00d6l bzw. \u00d6lharzfarben auf Leinwand, mit Blattgold, Blattsilber und Blattplatin<\/li>\n<li><strong>Ma\u00dfe:<\/strong> 180 \u00d7 180 cm<\/li>\n<li><strong>Erstpr\u00e4sentation:<\/strong> Kunstschau Wien 1908, unter dem Titel \u201eLiebespaar&#8220;<\/li>\n<li><strong>Stilrichtung:<\/strong> <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/movement\/art-nouveau\/\">Art Nouveau<\/a> \/ Wiener Jugendstil<\/li>\n<li><strong>Aktueller Standort:<\/strong> <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/museum\/belvedere-vienna\/\">Belvedere, Wien<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Was macht dieses Werk unvergesslich?<\/h2>\n<p>Der Kuss ist kein gew\u00f6hnliches Liebespaar-Portr\u00e4t. Klimt l\u00f6st die K\u00f6rper der beiden Menschen fast vollst\u00e4ndig in ornamentale Muster auf. Man sieht kaum Gesichter, kaum H\u00e4nde \u2013 und doch sp\u00fcrt man die Intensit\u00e4t des Moments sofort.<\/p>\n<p>Das Gem\u00e4lde verschmilzt Figur und Fl\u00e4che auf eine Weise, die bis dahin kaum jemand gewagt hatte. Das Paar kniet am Rand einer Blumenwiese, eingeh\u00fcllt in eine goldene Gloriole, die es von der Welt abschirmt. Diese Grenze zwischen Realit\u00e4t und Traum macht Der Kuss so zeitlos fesselnd.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist das Werk quadratisch \u2013 ein bewusster Bruch mit der klassischen Bildkomposition. Klimt schafft damit einen geschlossenen, meditativen Raum, der den Betrachter vollst\u00e4ndig einh\u00fcllt.<\/p>\n<h2>Wien um 1900: vom Skandalk\u00fcnstler zur Staatsikone<\/h2>\n<p>Um zu verstehen, warum der Ankauf des Kusses eine kleine Sensation war, muss man wissen, wie umstritten Klimt kurz zuvor noch gewesen war. Wien brodelte um 1900 vor k\u00fcnstlerischer Energie: Die Wiener Secession, die Klimt 1897 mitgegr\u00fcndet hatte, wandte sich gegen die steifen Akademien und \u00f6ffnete die Kunst f\u00fcr Einfl\u00fcsse aus Japan und Byzanz. Zugleich ver\u00f6ffentlichte Sigmund Freud in derselben Stadt seine Studien \u00fcber das Unbewusste \u2013 und Klimt antwortete mit Bildern, in denen Sinnlichkeit offen gezeigt wurde.<\/p>\n<p>Das trug ihm heftige Angriffe ein. Seine Deckengem\u00e4lde f\u00fcr die Universit\u00e4t Wien \u2013 \u201ePhilosophie&#8220;, \u201eMedizin&#8220; und \u201eJurisprudenz&#8220; \u2013 wurden als anst\u00f6\u00dfig, ja pornografisch verurteilt. Klimt zog die Bilder schlie\u00dflich zur\u00fcck und gab das Honorar zur\u00fcck (die Werke verbrannten 1945 im Schloss Immendorf). 1905 verlie\u00df er im Streit die Secession und gr\u00fcndete mit Gleichgesinnten die \u201eKlimt-Gruppe&#8220;.<\/p>\n<p>Deren gro\u00dfe B\u00fchne wurde die von Klimt organisierte, von Josef Hoffmann gestaltete Kunstschau 1908. Hier pr\u00e4sentierte er Den Kuss \u2013 noch unter dem Titel \u201eLiebespaar&#8220; \u2013 als H\u00f6hepunkt eines eigenen Saals. Das Publikum war \u00fcberw\u00e4ltigt, und das Kunstministerium (unter Minister Gustav Marchet) griff sofort zu: Es erwarb das Bild f\u00fcr 25.000 Kronen f\u00fcr die neu gegr\u00fcndete Moderne Galerie, das heutige <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/museum\/belvedere-vienna\/\">Belvedere<\/a>. Bemerkenswert ist das Timing \u2013 die Ankaufsentscheidung fiel bereits im Juli 1908, w\u00e4hrend Klimt das Werk erst im Juli 1909 endg\u00fcltig vollendete. Den Titel \u201eDer Kuss&#8220; erhielt es \u00fcberhaupt erst in einem Katalognachtrag von 1909.<\/p>\n<h2>Gold, Byzanz und ein Goldgraveur als Vater<\/h2>\n<p>Der Kuss markiert den Gipfel von Klimts \u201eGoldener Periode&#8220;. Das Gold ist dabei kein blo\u00dfer Effekt, sondern hat mehrere Wurzeln. Klimts Vater Ernst war Goldgraveur; der Umgang mit Edelmetall lag der Familie im Blut. Entscheidend war zudem eine Reise nach Ravenna im Jahr 1903, wo Klimt die byzantinischen Mosaiken von San Vitale sah \u2013 jene fl\u00e4chigen, goldgrundigen Bildwelten, in denen menschliche Figuren zu leuchtenden Ikonen werden.<\/p>\n<p>Technisch ging Klimt weit \u00fcber gew\u00f6hnliche \u00d6lmalerei hinaus. F\u00fcr die Gew\u00e4nder und die Gloriole verwendete er echtes Blattgold, Blattsilber und sogar Blattplatin; der Hintergrund besteht aus Schlagmetall (Messing), \u00fcber das er Lasuren legte und Metallflocken streute. So entsteht ein Bild, das im Licht flimmert wie ein Reliquiar \u2013 halb Gem\u00e4lde, halb Goldschmiedearbeit.<\/p>\n<h2>Symbolik und worauf man achten sollte<\/h2>\n<p>Wenn Sie vor dem Kuss stehen, beginnen Sie mit dem Gold. Es schimmert und ver\u00e4ndert sich mit dem Standpunkt, sodass das Bild fast lebendig wirkt.<\/p>\n<p>Achten Sie dann auf die Ornamente der Gew\u00e4nder \u2013 hier steckt Klimts Bildlogik. Das Gewand des Mannes tr\u00e4gt strenge, rechteckige Muster in Schwarz, Wei\u00df und Silber; das Kleid der Frau ist mit runden Formen und bunten Bl\u00fcten \u00fcbers\u00e4t. Das eine wirkt kantig und aktiv, das andere organisch und weich \u2013 ein Sinnbild f\u00fcr die Verbindung und Erg\u00e4nzung der Geschlechter. Den Mann kr\u00f6nt ein Kranz aus Ranken, die Frau tr\u00e4gt Blumen im Haar.<\/p>\n<p>Sehen Sie genau auf den Kopf der Frau: Ihre Augen sind geschlossen, das Gesicht ist ihm entgegengedreht \u2013 und streng genommen k\u00fcsst der Mann gar nicht ihre Lippen, sondern ihre Wange. Der ber\u00fchmteste Kuss der Kunstgeschichte ist eigentlich ein Kuss knapp daneben. Auch ihre Haltung bleibt vieldeutig: Hingabe, Entr\u00fcckung oder ein leises Z\u00f6gern? Klimt l\u00e4sst es offen.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich der Rand: Das Paar kniet am \u00e4u\u00dfersten Saum einer Blumenwiese, die Zehen der Frau kr\u00fcmmen sich \u00fcber einen Abgrund. Die Wiese erdet die beiden in der Natur, w\u00e4hrend die Gloriole sie ins Zeitlose hebt. So verbindet Der Kuss das Irdische mit dem G\u00f6ttlichen \u2013 auf wunderbar elegante Weise.<\/p>\n<h2>Der Kuss vor dem Kuss<\/h2>\n<p>Das Motiv fiel Klimt nicht pl\u00f6tzlich zu. Die umschlungene, sich k\u00fcssende Paargruppe zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Schon 1895 malte er \u201eLiebe&#8220; (heute Wien Museum) und w\u00e4hlte darin den Moment kurz vor der Ber\u00fchrung. Rund zehn Jahre sp\u00e4ter kehrte das Motiv monumental wieder: im Stoclet-Fries f\u00fcr das Br\u00fcsseler Palais Stoclet, dessen zentrale Szene \u201eDie Erf\u00fcllung&#8220; ein eng umschlungenes Paar zeigt.<\/p>\n<p>Der Kuss von 1908 ist gewisserma\u00dfen die Summe dieser Versuche \u2013 die endg\u00fcltige, ins Ikonische gesteigerte Fassung eines Bildgedankens, an dem Klimt \u00fcber ein Jahrzehnt gearbeitet hatte.<\/p>\n<h2>Wer sind die Liebenden?<\/h2>\n<p>Die Identit\u00e4t des Paares ist nicht dokumentiert \u2013 und gerade das befeuert die Spekulation. Am h\u00e4ufigsten wird vermutet, Klimt habe sich selbst und seine langj\u00e4hrige Gef\u00e4hrtin Emilie Fl\u00f6ge dargestellt, die in Wien ein renommiertes Modesalon f\u00fchrte und mit der ihn eine der wichtigsten Beziehungen seines Lebens verband. Andere Deutungen bringen die Komponistengattin Alma Mahler oder das Modell \u201edie rote Hilde&#8220; ins Spiel. Belegen l\u00e4sst sich keine dieser Zuschreibungen. Vieles spricht daf\u00fcr, dass Klimt bewusst kein Portr\u00e4t schuf, sondern ein allgemeing\u00fcltiges Bild der Liebe.<\/p>\n<h2>\u00dcber Gustav Klimt<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/artist\/gustav-klimt\/\">Gustav Klimt<\/a> wurde 1862 in Baumgarten bei Wien geboren. Sein Vater war Goldgraveur \u2013 kein Zufall, dass Gold sp\u00e4ter eine so gro\u00dfe Rolle in seinem Werk spielen sollte. Klimt studierte an der Wiener Kunstgewerbeschule und begann als gefragter Dekorationsmaler, der Theater und Prunkbauten ausstattete.<\/p>\n<p>Doch er wollte mehr. 1897 gr\u00fcndete er die Wiener Secession, brach mit dem Kunstestablishment und entwickelte einen v\u00f6llig eigenen Stil, der Symbolismus, Jugendstil und byzantinische Einfl\u00fcsse verschmolz. Klimt lebte zur\u00fcckgezogen, aber intensiv, unterhielt zahlreiche Beziehungen und lie\u00df sich immer wieder von Frauen wie Emilie Fl\u00f6ge inspirieren.<\/p>\n<p>Sein Werk blieb bis zu seinem Tod produktiv: 1918 starb Klimt in Wien an den Folgen eines Schlaganfalls, zus\u00e4tzlich geschw\u00e4cht von der grassierenden Spanischen Grippe. Der Kuss gilt bis heute als sein vollkommenstes Meisterwerk.<\/p>\n<h2>Verm\u00e4chtnis und Einfluss<\/h2>\n<p>Kaum ein anderes Gem\u00e4lde wurde h\u00e4ufiger reproduziert. Das Motiv erscheint auf Postern, Tassen, Schmuck und Textilien in aller Welt \u2013 und behauptet dabei seltsamerweise seine W\u00fcrde. 2022 verkaufte das Belvedere sogar 10.000 digitale Teilst\u00fccke des Kusses als NFTs zu je 1.850 Euro; ein kurioses Kapitel moderner Bildvermarktung.<\/p>\n<p>K\u00fcnstlerisch ebnete das Werk den Weg f\u00fcr den Expressionismus. Klimts j\u00fcngerer Weggef\u00e4hrte Egon Schiele \u00fcbernahm die Freiz\u00fcgigkeit, steigerte sie jedoch ins Rohe und Verst\u00f6rende; Oskar Kokoschka, der 1908 auf ebenjener Kunstschau deb\u00fctierte, entwickelte auf \u00e4hnliche Weise seinen kraftvollen, nerv\u00f6sen Stil.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus inspirierte Der Kuss Generationen von Designern, Illustratoren und Filmemachern. Die Verbindung von dekorativem Muster und menschlicher Emotion bleibt bis heute ein lebendiges Erbe der Moderne.<\/p>\n<h2>Und in Deutschland?<\/h2>\n<p>Man \u00fcbersieht es leicht, aber der ber\u00fchmteste Kuss der Malerei hat eine tief deutsche Vorgeschichte \u2013 und sie f\u00fchrt \u00fcber die Musik. 1902 schuf Klimt f\u00fcr die 14. Ausstellung der Wiener Secession den monumentalen Beethovenfries, ein Gesamtkunstwerk rund um die Beethoven-Skulptur des deutschen Bildhauers Max Klinger.<\/p>\n<p>Die Schlusswand dieses Frieses tr\u00e4gt den Titel \u201eDiesen Kuss der ganzen Welt&#8220;. Sie zeigt ein eng umschlungenes, sich k\u00fcssendes Paar vor einem Chor von Engeln \u2013 und bezieht sich direkt auf den Schlusschor von Beethovens 9. Symphonie, vertont nach Friedrich Schillers \u201eOde an die Freude&#8220; (\u201eFreude, sch\u00f6ner G\u00f6tterfunken \u2026 Diesen Kuss der ganzen Welt&#8220;). Dieses umschlungene Paar ist der unmittelbare Vorl\u00e4ufer des Kusses. Anders gesagt: Das Bild, das heute die Liebe schlechthin symbolisiert, entstand aus einem Vers eines deutschen Dichters, vertont von einem deutschen Komponisten.<\/p>\n<p>Auch der Name der Bewegung ist deutsch: Der Begriff \u201eJugendstil&#8220; leitet sich von der 1896 in M\u00fcnchen gegr\u00fcndeten Zeitschrift \u201eJugend&#8220; ab. Klimt selbst stellte wiederholt in Deutschland aus, unter anderem bei der Berliner Secession, und galt dort fr\u00fch als Leitfigur der Moderne.<\/p>\n<p>Wer Klimt in Deutschland im Original sehen m\u00f6chte, sollte allerdings wissen, dass die gro\u00dfen Werke fast alle in Wien geblieben sind. Das bedeutendste Klimt-Gem\u00e4lde in deutschem Besitz ist das \u201eBildnis Margaret Stonborough-Wittgenstein&#8220; (1905) \u2013 ein Portr\u00e4t der Schwester des Philosophen Ludwig Wittgenstein \u2013, das den Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen in M\u00fcnchen (Neue Pinakothek) geh\u00f6rt.<\/p>\n<h2>Wo ist das Werk heute zu sehen?<\/h2>\n<p>Das Original h\u00e4ngt im Oberen Belvedere in Wien, Prinz-Eugen-Stra\u00dfe 27 im 3. Bezirk, bequem mit Stra\u00dfenbahn oder Bus erreichbar. Der Kuss ist dauerhaft in der Sammlung ausgestellt; es empfiehlt sich, Tickets vorab online zu kaufen, da die Wartezeiten in der Hochsaison lang sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im selben Haus h\u00e4ngen weitere Meisterwerke Klimts, darunter \u201eJudith I&#8220;. Wer den erw\u00e4hnten Beethovenfries im Original erleben will, findet ihn dauerhaft im Untergeschoss des Secessionsgeb\u00e4udes. Und wer tiefer in die Wiener Moderne eintauchen m\u00f6chte, besucht anschlie\u00dfend das Leopold Museum im MuseumsQuartier mit seinen bedeutenden Werken von Egon Schiele.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2>\n<h3>Wer sind die Personen auf \u201eDer Kuss&#8220;?<\/h3>\n<p>Die Identit\u00e4t des Paares ist nicht belegt. Viele Kunsthistoriker vermuten Klimt selbst und seine Gef\u00e4hrtin Emilie Fl\u00f6ge; andere denken an Alma Mahler oder das Modell \u201edie rote Hilde&#8220;. Gesichert ist keine dieser Deutungen.<\/p>\n<h3>K\u00fcssen sich die beiden \u00fcberhaupt?<\/h3>\n<p>Nicht ganz so, wie der Titel vermuten l\u00e4sst. Der Mann ber\u00fchrt mit den Lippen die Wange der Frau, nicht ihren Mund. Der Titel \u201eDer Kuss&#8220; entstand ohnehin erst 1909 nachtr\u00e4glich; ausgestellt wurde das Bild zun\u00e4chst als \u201eLiebespaar&#8220;.<\/p>\n<h3>Warum verwendete Klimt Gold in dem Gem\u00e4lde?<\/h3>\n<p>Klimt lie\u00df sich von byzantinischen Mosaiken (etwa in Ravenna) und japanischer Kunst inspirieren. Gold steht f\u00fcr Ewigkeit und G\u00f6ttlichkeit. Au\u00dferdem war sein Vater Goldgraveur, was fr\u00fch eine tiefe Faszination f\u00fcr das Material weckte.<\/p>\n<h3>Wie gro\u00df ist \u201eDer Kuss&#8220; wirklich?<\/h3>\n<p>Das Gem\u00e4lde ist quadratisch und misst 180 \u00d7 180 Zentimeter. Es wirkt dadurch monumental \u2013 fast wie ein Altar- oder Andachtsbild.<\/p>\n<h3>Wann wurde \u201eDer Kuss&#8220; zum ersten Mal ausgestellt?<\/h3>\n<p>Das Werk wurde 1908 auf der Wiener Kunstschau unter dem Titel \u201eLiebespaar&#8220; erstmals gezeigt. Der \u00f6sterreichische Staat kaufte es noch w\u00e4hrend der Ausstellung \u2013 obwohl Klimt es erst 1909 vollendete.<\/p>\n<h3>Geh\u00f6rt \u201eDer Kuss&#8220; zur Art Nouveau?<\/h3>\n<p>Ja, das Gem\u00e4lde gilt als Hauptwerk des Jugendstils, wie die Art Nouveau im deutschsprachigen Raum hei\u00dft. Organische Ornamente, dekoratives Fl\u00e4chenmuster und die Verbindung von Kunst und Handwerk sind typische Merkmale dieser Stilrichtung.<\/p>\n<p>Sie m\u00f6chten mehr \u00fcber die faszinierende Welt des Jugendstils und der Wiener Moderne erfahren? Entdecken Sie auf unserer Website weitere Meisterwerke von <a href=\"https:\/\/artworkpost.com\/de\/artist\/gustav-klimt\/\">Gustav Klimt<\/a> und seinen Zeitgenossen \u2013 es lohnt sich!<\/p>\n<p class=\"image-attribution\" style=\"font-size:0.85em;color:#666;\"><em>Bild: The Kiss \u2013 Gustav Klimt (1908). Lizenz: Public Domain. Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Gustav_Klimt_016.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia Commons<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00f6sterreichische Staat kaufte Den Kuss, bevor Gustav Klimt ihn \u00fcberhaupt fertig gemalt hatte. Schon 1908 \u2013 noch w\u00e4hrend der Wiener Kunstschau \u2013 sicherte sich das Kunstministerium das Bild f\u00fcr sagenhafte 25.000 Kronen, weil man es f\u00fcr national bedeutsam hielt. Vollendet hat Klimt sein goldenes Meisterwerk erst im Jahr darauf. 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